Person

Biografie

1959 wurde ich als viertes von sechs Kindern in Bad Driburg geboren. Mein Vater war Lehrer für Mathe/Physik und Philosophie, Kommunalpolitiker und über 2 Jahrzehnte Bürgermeister meiner Heimatstadt für die CDU. Meine Mutter zunächst Hausfrau, später arbeitete sie im ortsansässigen Buchhandel.

Nach dem Abitur studierte ich Theologie und Philosophie in Münster und in Bonn und schloss das Studium mit dem ersten Staatsexamen ab.
Heute wohne ich in Bonn Friesdorf, bin verheiratet, habe zwei Kinder und zwei „Patchworkkinder“. Meine Freizeit verbringe ich am liebsten auf Campingplätzen vorzugsweise mit Windsurfen oder Skitouren.

Kirchliches und Zivilgesellschaftliches Engagement

Schon seit Beginn seines Studiums beschäftigte ich mich mit den Gedanken der Befreiungstheologie.

Zwei wichtige Annahmen dieser Theologie haben mich sehr geprägt: Erstens, dass sich eine tiefe Überzeugung nicht daran misst, wie gut jemand sie erklären kann, sondern allein daran wie und ob er sie praktiziert und zweitens, dass Kirche nur Sinn macht, wenn sie nicht über den Wolken schwebt, sondern sie mit beiden Beinen auf der Erde steht, und klar Partei für die Bedürftigen ergreift!

Diese Theologie nahm ihren Ursprung in Lateinamerika, mich führte sie von 1981 bis 1983 nach Chile. Dort lebte ich in der ansässigen katholischen Pfarrstelle und engagierte mich insbesondere in Hausbauprojekt als angelernter Zimmermann.

Zurück in Deutschland verschlug mich ein Job in einem Kinderdorf nach Bonn.

Die Befreiungstheologie ist Grundlage für mein ehrenamtliches Engagement. Ich engagierte mich in der Initiative „Kirche von unten“, zeitweise als deren ehrenamtlicher Geschäftsführer und organisierte deren Friedensarbeit und Proteste gegen Atomwaffen.
Mit diesem Engagement war ich auch im Koordinierungsausschuss der Friedensbewegung aktiv, aus dem das Netzwerk Friedenskooperative entstanden ist. Hier war ich u.a. an der Koordination der Friedensdemonstration in Hasselbach Hunsrück 1986 und der Demonstration gegen die Einschränkung des Asylrechts im Bonner Hofgarten 1992 maßgeblich beteiligt.
Zusammen mit Mani Stenner wurde ich stellvertretend für
gewaltfreie Aktionen der Friedensinitiativen Rhein-Hunsrück und Nahe-Mosel vor Gericht geladen und natürlich freigesprochen.

Politische Ämter

Inzwischen arbeite ich seit über 25 Jahren hauptberuflich in der Bonner Kommunalpolitik, insbesondere in der Wirtschafts – u. Haushaltspolitik. Heute bin ich im Aufsichtsrat der SWB und der Sparkasse, des Gebäudemanagements, der Ausschüsse für Organisation und Personal sowie Kultur.
Die Beteiligung an unterschiedlichen Koalitionen in Bonn, die Aufklärung der Schreiber-Affäre und die Aufarbeitung des WCCB –Skandals zähle ich zu wichtigen Stationen meines kommunalpolitischen Engagements.

Im März dieses Jahres nominierten mich die Bonner GRÜNEN als OB-Kandidaten.

Wichtige Stationen meiner kommunalpolitischen Arbeit waren meine Beteiligung an der ersten rotgrünen, der ersten schwarzgrünen und der ersten Jamaika-Koalition in Bonn. Darüber hinaus mein Engagement an der Aufklärung der sogenannten Schreiberaffäre, einem Korruptionsskandal in Zusammenhang mit der Modernisierung der Heizkraftwerks der Stadtwerke Bonn unter dem damaligen Stadtwerkechef Rainer Schreiber, sowie der Aufdeckung und Aufarbeitung des World Conference Center Bonn WCCB-Skandal.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN